Reisebericht  der  1. Vorsitzenden  (Mai 2013)

 

 

 

Die ersten Tage traf ich die Mitarbeiter von Afrikids. Für uns zuständig sind  Silas, David und David Pwalua. Sie arbeiten als Sozialarbeiter bereits seit Jahren für Afrikids.

Um alle 31 Kinder und deren Bezugspersonen zu treffen wurde ein Treffen organisiert.

Das Wiedersehen war "einfach" unglaublich. Tanzend und singend wurde ich von allen in Empfang genommen. Ich verteilte die Patenbriefe und durch eine riesige Kleiderspende eines Vaters von  zwei Kindern bekamen alle noch zusätzlich neue Kleider.

 

Regelmäßige Treffen finden statt, um entweder das Geld für die Lebensmittel usw. auszuteilen oder um über Familienprobleme, Schwierigkeiten, Veränderungen u.v.m zusprechen.

 

Für die nächsten Tage planten wir den Besuch von allen Kindern in ihren Familien und in den Schulen ein.

Die Kinder leben nun etwas verteilt im Talensi Nabdam Distrikt, einige leben in Gorogo (dort finden die regelmäßigen Treffen statt), manche in Gbeogo und Tongo, ein Kind wohnt in der Stadt in Bolgatanga. In Gorogo treffen wir auf die meisten Kinder.

 

 

Um in Gbeogo ihre Schule besuchen zu können, haben die Kinder einen weiten Schulweg von ca. 1-2 Stunden zu bewältigen. Sie könnten auch in Gorogo zur Schule gehen, ziehen Gbeogo aber vor, da sie sich dort noch mit den anderen Kindern treffen können und die Schule einen besseren Ruf hat zudem waren sie bereits dort als sie noch im Waisenhaus lebten.

 

Es war für mich sehr interessant die Familien näher kennen zu lernen, mit welchen Schwierigkeiten sie ihr tägliches Leben meistern, jedoch ohne die Hoffnung zu verlieren. Besonders die Frauen des Nordens sind bewundernswert.

 

David führt in der Regel täglich intensive Gespräche mit den Kindern, Bezugspersonen und den Lehrern. Es ist vergleichbar mit  der bei uns bekannten Familienhilfe.

David berät sie bei Problemen, gibt Ratschläge in der Erziehung und hat ein offenes Ohr für alles. Es ist gut, dass er bei mir ist, ohne ihn könnte ich mich nicht

mit den Frauen und Männer unterhalten. Die wenigsten hatten die Möglichkeit eine Schule zu besuchen und "sprechen" kaum Englisch. David übersetzte alles für mich von Talensi in Englisch.

 

David in Gespräch mit Abraham über seine schulischen Leistungen

 

 

Die Zeit ging sehr schnell vorbei.

 

Am Ende fand in Gorogo ein letztes Treffen mit allen statt. Wie gewohnt wurde wieder getanzt und gesungen.

Ich nutzte die Gelegenheit mich zu bedanken und ihnen nochmals deutlich zu machen wie wichtig die Schulbildung für die Kinder ist und dass es in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt, regelmäßig  die Schule zu besuchen. Durch Vergabe von Microkrediten durch Afrikids ist es den Bezugspersonen möglich sich einen selbständigen Gelderwerb aufzubauen, dies stellt eine weitere wichtige Säule in der unabhängigen und nachhaltigen  Versorgung  der Familien dar.

 

Auch die Familien drückten ihre Dankbarkeit aus und wünschen allen Paten und Mitgliedern Gottes Segen.

 

Ich verlasse Ghana mit einem guten Gefühl und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen im Januar 2014. 

        

 

 


 

 

 

 

 

Motto von Afrikids: "Bringing a big Smile to little Faces"